Datenaustausch im Gedcom-Format


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GEDCOM-Export

GEDCOM-Import



Datenexport im GEDCOM-Format


Um den Datenaustausch mit anderer genealogischer Software zu ermöglichen, können die Gesamtdaten einer Genealogie  in das GEDCOM-Format (GEnealogical Date COMmunication) transferiert werden (Teilmengen siehe unter Daten separieren oder kopieren).


Dieser internationale Standard wurde von der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" (Mormonen) entwickelt und kann von vielen Ahnenforschungsprogrammen gelesen und verarbeitet werden.


In Absprache mit einigen Autoren deutschsprachiger Ahnen-Software wurden einige Erweiterungen des GEDCOM-Standards vorgenommen. So können jetzt mit deren Genealogie-Programmen auch Rufname, Taufpaten und Trauzeugen ausgetauscht werden. Ferner ist es jetzt ebenfalls möglich, sämtliche Zusatz-Informationen zu Orten (PLZ etc.) zu transferieren. Diese Orts-Informationen sollen in Absprache mit dem Verein für Computergenealogie künftig auch von GEDBAS und GOV verarbeitet werden.


GOV = Genealogisches Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie


Info zu GEDBAS

GedBas ist eine Datenbank mit genealogischen Daten: Jeder Familienforscher kann seine Forschungsergebnisse beitragen, jeder kann die Datenbank abfragen.

Die Bezeichnung GedBas ist eine Abkürzung und steht für Genealogische Daten Basis.

Das Projekt GedBas wurde vom Verein für Computergenealogie ins Leben gerufen. Es soll Forschern in Deutschland helfen, Kontakte zu anderen interessierten Forschern zu finden und Ergebnisse auszutauschen. Anders als bei FOKO werden hier auch konkrete Daten veröffentlicht. So muss nicht mehr in jedem Fall per E-Mail oder per Post angefragt werden, da diejenigen, die Interesse an den Namen haben, bereits bei der Suche in der Datenbank erkennen können, ob die Forschungsergebnisse für Sie von Interesse sind oder nicht.

Infos zu GEDBAS im Internet unter http://wiki-de.genealogy.net/GedBas


ABLAUF

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise!





Nach Aufruf dieser Menüoption müssen Sie erst einmal Ihren Namen und Ihre Adresse in Datenfelder eingeben, da diese Angaben auch in die zu erstellende GEDCOM-Datei eingetragen werden. Ferner müssen Sie der zu erstellenden Datei einen Namen geben. Wählen Sie dazu einen prägnanten Namen aus (max. 8 Stellen, keine Zahl am Anfang und keine Umlaute, bei meinem Namen wäre dies z.B. SCHWAERZ). Die Dateiendung GED ist fest vorgegeben.


Weiter kann in dem oben gezeigten Auswahlformular die Informationsmenge der auszugebenden Daten beschränkt werden, dazu müssen Sie lediglich mittels Mausklicks die entsprechenden Kreuzchen entfernen. In Kombination mit der Datenschutzoption können somit ziemlich spartanische GEDCOM-Dateien erzeugt werden. Dies widerspricht zwar dem eigentlichen Sinn eines vollständigen Datenaustausches, aber... des Menschen Wille ist ....(Augenverdreh :o))


Die Datei wird im jeweils aktuellen Arbeitsordner/Genealogie von PC-AHNEN erstellt. Als Dateiname dient der Name der aktuellen Genealogie als Vorgabe, er kann jedoch von Ihnen verändert werden. Die Fertigstellung wird Ihnen angezeigt, und Sie können die Datei dann dem Verwendungszweck zuführen, für den sie gedacht ist. Wollen Sie die erzeugte Datei selbst überprüfen, so können Sie dies über die Menüoptionen "Gespeicherte Dateien" und weiter "Gedcom-Dateien anzeigen" tun. Die Datei kann aber auch mit anderen Editoren z.B. WORDPAD oder NOTEPAD betrachtet werden.




Import von GEDCOM-Daten


Zur Konvertierung von Daten aus dem GEDCOM-Format ist es erforderlich, dass der Name der Import-Datei mit GED endet. Nach Aufruf dieser Option können Sie in der Ordnerstruktur Ihres Computers nach Dateien mit dieser Endung suchen.


Hier ein Auszug aus einer GEDCOM-Datei.


0 HEAD

1 CHAR ANSI

1 SOUR irgendein JWD-Programm

1 DATE 23 OCT 1994

0 @S1@ SUBM

1 FILE SCHWAERZ.GED

0 @I1@ INDI

1 NAME Schwärzer/Günther/

1 SEX M

1 FAMC @F2@

1 FAMS @F1@

1 BIRT

2 DATE 01 APR 1947

2 PLAC Vohenstrauß

1 CHR

2 DATE 22 NOV 1947

2 PLAC Vohenstrauß

1 DEAT

2 DATE 01 APR 2047

2 PLAC Prag

1 ADDR Stadtgraben West 14 D-92714 Pleystein

1 OCCU Fernmeldetechniker

1 NOTE #Er wurde geboren

2 CONT Lebte ein wenig so umher und starb an seinem 100. Geburtstag

2 CONT glücklich und zufrieden während einer Weltreise

0 @I2@ INDI

1 NAME Schmidt/Gerda/

1 SEX F

1 FAMS @F1@

1 BIRT

2 DATE 01 APR 1948

2 PLAC Kelheim

1 OCCU Datentypistin Hausfrau

0 @I3@ INDI

1 NAME Tanja/Schwärzer/

1 SEX F

1 FAMC @F1@

1 BIRT

2 DATE 01 APR 1973

2 PLAC Stuttgart

1 OCCU Einzelhandelskauffrau

0 @I4@ INDI

1 NAME Thomas/Schwärzer/

1 SEX M

1 FAMC @F1@

1 BIRT

2 DATE 01 APR 1976

2 PLAC Stuttgart

1 OCCU Groß-und Außenhandelskaufmann

usw.

usw.



PC-AHNEN kann GEDCOM-Daten aus dem ASCII- , ANSI-, ANSEL- und UTF8-Zeichenformat konvertieren.


Die dazu erforderliche Angabe wird von PC-AHNEN aus dem Kopf der GEDCOM-Dateien ausgelesen. Leider wird diese zwingend vorgeschriebene Angabe von manchen genealogischen Programmen "vergessen". Solche Dateien werden daher mit einer Fehlermeldung abgewiesen (Format-Angabe fehlt oder UTF16-Datei).

Vor dem  eigentlichen Start des Imports wird die ausgewählte GEDCOM-Datei erst einmal analysiert. Anschließend wird das Ergebnis der Analyse aufgezeigt und der Import kann an dieser Stelle eventuell abgebrochen werden. Wird der Import fortgesetzt. muss noch die Frage "Alle Informationen, für die PC-AHNEN keine Datenfelder vorhält, in ein Memofeld speichern" beantwortet werden. Wird die Frage bejaht, werden sämtliche Informationen, für die PC-AHNEN keine eigenen Datenfelder besitzt, hinter der Markierung  "@@@ Daten aus GEDCOM-Import" in ein Memofeld geschrieben. Somit stehen alle Informationen aus der Importdatei zur Verfügung und es kann individuell entschieden werden, wie diese weiterbehandelt werden. Alle Informationen hinter dieser Markierung werden in  allen möglichen Ausgaben wiederum unterdrückt

GEDCOM-Daten im UTF16-Format können erst durch eine eventuelle Zwischenkonvertierung mit Hilfe der Software PAF verwendet werden.


Das GEDCOM-Importmodul von PC-AHNEN ist nach bestem Wissen und Gewissen nach dem zur Zeit (2016) gültigen GEDCOM-Standard 5.5.1 in Abstimmung mit über 20 Autoren deutschsprachiger Genealogiesoftware programmiert worden und wurde vorher schon in jahrelanger Feinarbeit immer wieder an manche Unzulänglichkeiten bzw. bekanntgewordene Fehler exportierender Programme angepasst. Sie sollten daher nicht automatisch davon ausgehen, dass PC-AHNEN die Schuld trägt, wenn nach einem Datenimport fehlerbehaftete Daten vorliegen, vielmehr hat sich leider in den vergangenen Jahren herausgestellt, dass ca. 95% aller Fehler durch fehlerbehaftete GEDCOM-Dateien verursacht wurden. Auch kann ich  nicht "hellseherisch" alle möglichen Unzulänglichkeiten bzw. Fehler aller möglichen Programme kennen :o).

Sollten Sie an nicht importierbare oder fehlerproduzierende GEDCOM-Dateien geraten, können diese zur Begutachtung an mich gesendet werden ( Mail-Anhang an mail@pcahnen.de). Es wird in jedem Fall versucht, Ihnen zu helfen !


Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise sehr genau!!


Die GEDCOM-Daten werden immer in die aktuell geöffnete Genealogie eingelesen. Starten Sie den GEDCOM-Import aus einer Genealogie mit Daten, werden die GEDCOM-Daten an diese angehängt, d.h. die Datenbestände werden miteinander verschmolzen.


Wird dies nicht gewünscht, müssen Sie erst eine neue Genealogie erstellen lassen und den GEDCOM-Import von dieser aus starten. Die Daten werden dann, unschädlich für vorhandene Genealogien, in diese neue, leere Genealogie eingelesen.


Verschmelzen


Vor dem Verschmelzen der Daten wird die aktuelle Genealogie (die Zielgenealogie) anhand festgelegter Vergleichskriterien* auf doppelte (auch nur vermeintlich doppelte) Datensätze (Personen) durchsucht. Solche dürfen unter keinen Umständen vorhanden sein, da sonst bei der späteren Neuverknüpfung mit den einkopierten GEDCOM-Daten Fehler entstehen können. Das Suchergebnis kann in eine Datei oder auf den Drucker ausgegeben werden.


Sind Datensätze mit identischen Vergleichsdaten* vorhanden, müssen Sie diesen Zustand erst einmal bereinigen

(*s. unter "Doppelte Datensätze suchen")


Nach dem Einlesen des GEDCOM-Daten werden weitere Überprüfungen vorgenommen, um eine spätere Daten-Konsistenz sicherzustellen. Die ganze Prozedur kann bei entsprechendem Datenbestand einige Zeit in Anspruch nehmen (Sie sollten also nicht zu ungeduldig sein).


Im weiteren Fortgang wird wieder anhand der Vergleichskriterien* überprüft, ob Personen mit identischen (aber nicht zweifelsfreien) Daten in den BEIDEN zu verschmelzenden Datenbeständen vorkommen. Ist  dies der Fall, werden diese Daten in eine Datei geschrieben. Diese wird Ihnen am Monitor gezeigt und Sie sollten sie speichern lassen (nach Verlassen der Ansicht mit [ESC]). Beenden Sie anschließend das Verschmelzen nach einer entsprechenden Abfrage.


Um zu einem befriedigenden Verschmelzungsergebnis zu kommen, müssen Sie Ihre Daten anhand der Angaben in der o.a. gespeicherten Datei, manuell/visuell in BEIDEN DATENBESTÄNDEN dahingehend miteinander vergleichen, ob es sich um IDENTISCHE Personen oder nicht eventuell um ZWEI VERSCHIEDENE Personen handelt.


BESONDERS PROBLEMATISCH sind aber nur jene Personen, bei denen keine Geburts- oder Taufdaten  vorliegen (die Definition von "nicht zweifelsfrei" !), und deren weitere Daten (Geburtsort, Lebensorte, Sterbeort etc,) dennoch Unterschiede aufweisen. Überprüfen Sie diese deshalb besonders intensiv.


Stellen die Daten ZWEI verschiedene Personen dar, so müssen die Vergleichsdaten* in der aktuellen Genealogie so verändert werden, dass beim  nächsten Versuch des Verschmelzens keine Übereinstimmungen mehr vorkommen können.

(*s. unter "Doppelte Datensätze suchen")


Sollten Sie diese Hinweise ignorieren, kann das Ergebnis der Verschmelzung höchst unerfreulich ausfallen !!

Stellen die identischen Daten ganz sicher jeweils identische Personen dar, brauchen Sie nichts weiter unternehmen,  weil diese NICHT aus dem einzukopierenden Bestand übernommen werden. Es sollten also nach dem Verschmelzen immer noch keine doppelten Personen vorkommen.



Wichtiger Hinweis !


Aus Sicherheitsgründen wird die aktuelle Genealogie in den Unterordner  ....\PCAHNEN\AHNBAK gesichert


Erst nach diesem Vorgang geschieht das eigentliche Verschmelzen der Daten. Die Kekulénummern der aktuellen Genealogie werden gelöscht und müssen ab einer von Ihnen anzugebenden Person neu berechnet werden. Nach Abschluss des Verschmelzens werden die Datendateien  K_xxx.* in einen ebenfalls neuen Unterordner ...\PCAHNEN\NEUDAT verschoben.


Die verschmolzenen Daten können anschließend ganz normal weiterbearbeitet werden.


Es wäre ratsam, nach dem Verschmelzen die Plausibilitätsprüfung zu starten, um zu überprüfen, ob sich nicht doch irgendwelche Ungereimtheiten (Falschverknüpfungen) ergeben haben.


In der Regel kommen Falschverknüpfungen (unvollständig verknüpfte Personen) nur dann vor, wenn sich in den Datenbeständen identische Personen befanden, die sich aber irgendwo in den Vergleichsdaten (Geburtsname, Familienname, Vornamen, Geburtsdatum) unterschieden haben (z.B. andere Schreibweisen, weitere Vornamen, unvollständiges Datum usw.).


Ein hundert Prozent sicherer Vergleich ist programmiertechnisch nicht lösbar (dazu ein Beispiel: der Computer kann nicht unterscheiden, ob ein Mustermann Johann und ein Mustermann Hans identisch sind, selbst wenn die Geburtsdaten übereinstimmen!!)


Sollten Sie mit dem Ergebnis der Verschmelzung nicht zufrieden sein, können mittels der Option "Genealogie [Name] wiederherstellen" die gesicherten Originaldaten aus dem Ordner ..\PCAHNEN\AHNBAK zurückkopiert werden.  


Aus Erfahrung im Umgang mit vielen GEDCOM-Daten kann ich Ihnen noch berichten, dass es manche Ahnen- und Familienforschungsprogramme nicht so genau nehmen mit ihrem Datenexport in das GEDCOM-Format. Falsche, sowie fehlerhafte oder unplausible Daten werden deshalb natürlich auch mitkonvertiert. Es ist nicht möglich, bei der Konvertierung Plausibilitätsprüfungen etc. vorzunehmen.


Wenn es nicht explizit gewollt wird, gehen beim Import keinerlei Daten verloren.

Daten, für die es keine entsprechenden Datenfelder in PC-AHNEN gibt, können daher durch eine Programmabfrage entweder verworfen, oder im Memofeld der Personen gespeichert werden.


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